Chiang Mai war die Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Lanna und wurde 1296 von König Mangrai gegründet. Die Stadt war über 400 Jahre lang das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Nordens und ist bis heute eine wichtige Metropole in Nordthailand. Nun sind wir schon seit über einer Woche hier. Die Stadt fühlt sich ganz anders an als Bangkok oder die Orte an der Küste. Chiang Mai ist ruhiger, grüner und weitläufiger. Obwohl es sehr international ist und man Menschen aus vielen Ländern trifft, hat die Stadt eine entspannte Atmosphäre. Zwischen Tempeln, Märkten und kleinen Straßen mit Cafés entsteht ein Alltag, der sich gleichzeitig vertraut und aber neu anfühlt. Unsere Anreise aus Koh Chang war dennoch ein kleiner Kraftakt. Für die gut tausend Kilometer per Flugzeug brauchten wir am Ende elf Stunden. Die erste Woche wohnen wir in einer großen Apartmentanlage mit Pool in der 17. Etage. Dort oben über der Stadt zu schwimmen hat etwas Besonderes und der Blick über Chiang Mai beeindruckt uns jedes Mal aufs Neue.












Die ersten Tage verliefen etwas ruhiger als geplant, denn Leonie hatte sich am Ende von Koh Chang noch eine Mittelohrentzündung durch Poolwasser am Ohr eingefangen. Also hieß es für zwei, drei Tage schonen. Zum Glück ging es ihr bald wieder besser, sodass wir doch noch genug Zeit hatten, Chiang Mai kennenzulernen. Die Stadt lebt von ihren vielen Nachtmärkten. An fast jedem Abend findet irgendwo ein Markt statt, mit Essen, Livemusik, Getränkeständen und kleinen Verkaufsständen. Es ist eine angenehme Mischung aus Einheimischen und Besuchern. Einen anderen Nachmittag haben wir die Altstadt erkundet. Wir sind viel gelaufen, haben Tempel besucht und die besondere Stimmung zwischen den alten Mauern und goldenen Pagoden auf uns wirken lassen. Bei rund 30 Grad war das durchaus anstrengend aber sehr schön.


































Am Sonntag haben wir mit einem Mietwagen das Umland erkundet. Unter anderem haben wir ein Elefantencamp besucht, in dem wir die Tiere füttern und ihnen ganz nah kommen konnten. Für die Kinder ein beeindruckendes Erlebnis. Danach ging es weiter zu einem zehnstufigen Wasserfall, wo wir eine kleine Dschungelwanderung unternommen haben. Im satten Grün des Nordens einzutauchen ist jedes Mal etwas Besonderes.
























Chiang Mai ist eine sehr internationale Stadt, aber gleichzeitig fest in ihrer Kultur verwurzelt. Viele Thailänder verbringen hier selbst ihren Urlaub, und das spürt man. Es gibt zahllose kleine Restaurants, Garküchen und Cafés. In Thailand wird nicht so viel zu Hause gekocht wie in Deutschland – viele holen sich morgens, mittags oder abends etwas zu essen oder lassen es sich bringen. Das macht den Alltag unglaublich unkompliziert. Alles in allem waren die ersten Tage im Norden sehr abwechslungsreich. Wir haben viel gesehen und erlebt und freuen uns nun auf die zweite Woche in dieser Stadt, die wir in einem anderen Stadtteil verbringen werden.









