Von Hamburg nach Bangkok – und plötzlich waren wir da

✈️ Tag 1–2: Von Hamburg nach Bangkok – und plötzlich waren wir da

Freitagabend, die Herbstferien beginnen und 18 Uhr geht es los! Alex arbeitet natürlich wieder bis zur letzten Minute, beinahe hätte er den Laptop noch mit ins Auto genommen. Zum Glück war sonst alles vorbereitet: Koffer gepackt, Snacks verstaut, Reisedokumente griffbereit. Nur noch einsteigen und los – Opa Martin bringt uns sicher zum Flughafen.

Die Stimmung ist aufgeregt und fröhlich. Mira und die Kinder können es kaum erwarten, das große Abenteuer zu beginnen. Von Hamburg nach Zürich läuft noch alles entspannt. Doch auf dem Flug nach Abu Dhabi versucht jeder, ein bisschen Schlaf zu finden – mit mäßigem Erfolg. Schließlich, im letzten Abschnitt nach Bangkok, ist die Müdigkeit groß, aber immerhin schaffen wir es, zwischendurch ein paar Minuten die Augen zuzumachen. In Bangkok angekommen, draußen sind es 30 Grad, die Luft ist warm und feucht, wir sind plötzlich wirklich da und sind überrascht, dass es doch so schnell ging. Anstelle von Uber gibt es hier Grab, und schon eine halbe Stunde später stehen wir vor unserem Hotel.

Gegen 20 Uhr Erstmal etwas essen! Die Kinder sind erschöpft, haben nichts gegessen und haben sich mehrfach übergeben. Das Gute ist – so wird man resilient. Nach einem schnellen, und köstlichen Abendessen fallen wir alle todmüde ins Bett.

🌞 Tag 2 – Ohne Plan durch Bangkok

Am nächsten Morgen schlafen wir erst einmal aus – bis 9 Uhr. Das Frühstück in Thailand überrascht uns: Statt Brötchen und Marmelade gibt es Nudelsuppe, gebratenen Reis und andere herzhafte Gerichte. Ungewohnt, aber köstlich. Zum Glück gibt es immer frische Säfte und Smoothies, die den Start in den Tag leichter machen.

Wir starten in unseren ersten richtigen Tag ohne Plan – einfach treiben lassen. Auf geht’s zur Sehenswürdigkeit Nummer eins in Bangkok: dem Großen Palast.

Die Kinder meinen er ist nicht spannend – aber spannend muss es ja auch nicht immer sein. Die Anlage ist atemberaubend: Überall funkeln winzige Mosaikfliesen, Millionen kleine Spiegelstücke, die in der Sonne glitzern. Goldene Figuren, halb Mensch, halb Tier, bewachen die Tempel. Die Dächer leuchten in kräftigen Farben. Jede Statue, jedes Detail ist ein kleines Kunstwerk. Man kann sich kaum vorstellen, wie viel Arbeit und Hingabe in diesem Bauwerk steckt.

Mit der Fähre fahren wir über den Fluss Richtung Chinatown. Auf dem Boot bestaunen die Kinder die Skyline – glitzernde Hochhäuser, Tempelspitzen, Boote in allen Größen – so etwas haben sie noch nie gesehen. „Ganz anders als in Waldenau“, meint Kilean.

In Chinatown tauchen wir in ein ganz anderes Bangkok ein. Man spürt, dass Thailand ein Schmelztiegel Asiens ist – chinesische, indische und südostasiatische Einflüsse verbinden sich hier zu einer faszinierenden Mischung. Das sieht man nicht nur am Essen, sondern auch an den Menschen.

Nach einem langen, heißen Tag nehmen wir wieder ein Grab zurück ins Hotel. Mira gönnt sich eine wohlverdiente Thai-Massage, während Kilean zum Friseur geht.

🌆 Tag 3 – TukTuks, Tempel & Streetfood-Abenteuer

Am zweiten Tag geht’s wieder ohne Plan in den Tag. Gut, dass Alex Bangkok schon ein wenig kennt. Nach dem Frühstück werden wir gleich vor dem Hotel von einem freundlichen TukTuk-Fahrer angesprochen, der uns mit viel Begeisterung eine „City Tour“ andrehen möchte. Wir lassen uns alles erklären, lächeln – und laufen dann einfach selbst los.

Am Tempel des Glücks angekommen merken wir: hier gilt Kleiderordnung – lange Hosen und lange Shirts um die Kulturstätte zu besuchen. Darauf sind wir bei 33 Grad natürlich schlecht vorbereitet. Die Außenanlage ist ruhig, friedlich und wunderschön. Es halt sich gelohnt auch wenn wir nicht rein durften.

Mit einer Fähre geht es durch die Kanäle in das Hochhausviertel. Überall, wo man hinschaut, gibt es Straßenstände und Malls, riesige Einkaufszentren und Hochhäuser. Eine Mall hat sogar einen mehrstöckigen Garten, zwischen Palmen und Bambus hat man dort oben einen herrlichen Blick auf die Skyline.

Später fahren wir mit der Metro zu einem Nachtmarkt, auf dem fast ausschließlich Einheimische unterwegs sind. Wir fallen als Touristen auf – und werden neugierig, aber freundlich beäugt. Der Markt ist laut, bunt und authentisch. Es gibt thailändische Spezialitäten, die man nicht überall findet: Seidenraupen, Schnecken, gebratene Insekten. Natürlich probieren wir alles – und ja, es schmeckt besser, als es klingt.

Das war ein seeehr langer Tag voller Eindrücke und kleiner Abenteuer, die man zuhause so nicht erlebt.

🌇 Tag 4 – Zwischen Arbeit, Streetfood und Sonnenuntergang

Immer mal „kurz am Handy arbeiten“ – das funktioniert natürlich nicht. Der Morgen beginnt also mit vier Stunden konzentrierter Laptopzeit, um das Liegengebliebene aufzuarbeiten. Ein bisschen Alltag muss eben auch auf Reisen Platz finden.

Als alles erledigt ist, zieht es uns raus: Wir fahren zur berühmten Kho San Road, schlendern durch die Gassen und genießen Streetfood. Auf dem Markt kaufen wir Kleinigkeiten, probieren neue Snacks und beobachten das bunte Treiben.

Jetzt erkunden wir die Gegend und schlendern nur herum. Unterwegs reihen sich kleine Läden aneinander – Stoffe, Kleidung, Souvenirs, Schmuck. Mira findet eine wunderschöne Hose, Alex ein paar neue FlipFlops, und die Kinder freuen sich über frische Kokosnüsse.

18 Uhr wird es sehr schnell dunkel und wir nehmen wir wieder eine Fähre zurück. Die Sonne steht tief, taucht die Skyline in warmes Licht – ein traumhafter Sonnenuntergang über Bangkok.

Zum Abschluss kehren wir in unser Lieblingsrestaurant in der Nähe des Hotels ein. Bekanntes Essen, vertraute Gesichter, kalte Getränke – ein bisschen wie zu Hause, man fühlt sich schon angekommen.

Wir sind uns einig: Die Anreise und die ersten Tage in Bangkok waren wohl die aufregendsten der ganzen Reise. Die Stadt ist laut, lebendig, faszinierend – aber auch fordernd. Jetzt freuen wir uns auf die nächsten Wochen – sie werden sicher entspannter aber mindestens genauso schön.

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